Xanten
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Bereits in der Jungsteinzeit, also um ca. 5.500 vor Christi Geburt, siedelten sich in der Gegend um Xanten die ersten Stämme an. Die Jungsteinzeit beginnt mit dem Übergang von Sammler- und Jägerkulturen zu sesshaften Stämmen mit domestizierten Tieren und Pflanzen. 12 vor Christus bauten die Römer das Militärlager Vetera Castra I auf dem Fürstenberg. Zwischen 8.000 und 10.000 Legionäre waren in dem Lager stationiert bis es 70 nach Christus von germanischen Stämmen zerstört wurde. Die Römer bauten Vetera Castra II an anderer Stelle wieder auf. Die größte römische Stadt nach Köln in Niedergermanien wurde vom römischen Kaiser Traian im Jahr 98 gegründet. In Colonia Ulpia Traiana lebten bis zu 15.000 Menschen. Die Herrschaft der Römer dauerte bis zum 5. Jahrhundert an. Christen hatten besonders unter dem römischen Herrscher Julian zu leiden, sie wurden verfolgt und getötet. Der römische Soldat Viktor wurde der Legende nach in Birten ermordet, zu seiner vermuteten Grabstätte pilgerten schon bald gläubige Christen. Später wurde an dieser Stelle der St. Viktor-Dom erbaut.

Im Jahr 590 wird ein Stift mit dem Namen “ad sanctos” (zu den Heiligen) an der Stelle der vermuteten Grabstätte Viktors erbaut. Aus “ad sanctos” wird bald Sanctos dann Xanctum und Xantum und schließlich Xanten. Um das Stift siedelten sich fränkische und friesische Händler an. Die Stadtrechte wurden Xanten im Jahr 1228 verliehen. Die Stadt wurde bald zur beliebten Wallfahrstätte und auch der Handel florierte. Durch die Verlagerung des Rheins im 16. Jahrhundert, an dessen Ufer Xanten bis dahin gelegen hatte, wurde der Stadt die Handelsgrundlage entzogen und damit endete vorerst die Zeit des Wohlstandes. Xanten verarmte. Während der französischen Herrschaft besuchte 1811 Napoleon mit seiner Frau Marie Xanten. Durch die Preußische Verwaltungsorganisation wurde Xanten 1816 dem Kreis Rheinberg zugeordnete. 1937 wurde dem St. Viktor-Dom von Papst Pius XI. der Titel einer Basilika minor verliehen. Der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Doms konnte 1966 abgeschlossen werden. Der Archäologische Park Xanten (APX) wurde 1977 eröffnet. Im APX kann man Teile der wieder aufgebauten römischen Stadt bewundern.

International bekannt ist Xanten durch die Mythenfigur Siegfried von Xanten, dem Richard Wagner einen Teil im Ring der Nibelungen widmete. Der Legende nach badet Siegfried im Blut des von ihm getöteten Drachen und wird dadurch unverwundbar mit Ausnahme einer kleinen Stelle zwischen den Schultern auf die während des Bades ein Eichenblatt gefallen war. Seine Frau Kriemhild markiert die Stelle, so dass Hagen von Tronje Siegfried mit einem gezielten Speerstich töten kann. In der einzigen Stadt Deutschlands, die mit dem Buchstaben X beginnt, leben derzeit rund 21. 000 Menschen in einem der sechs Stadtbezirke Birten, Lüttingen, Marienbaum, Vynen/Obermörmter, Wardt und Xanten.
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