Kamp-Lintfort
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Mit dem Kloster Kamp und dem Bergwerk Friedrich Heinrich hat Kamp-Lintfort gleich zwei überregional bekannte Sehenswürdigkeiten.

Kloster Kamp wurde als erstes Zisterzienserkloster im Jahr 1123 gegründet und avancierte bald zum geistigen Zentrum der Region. Mehr als hundert Niederlassungen der Zisterzienser wurden ausgehend von Kloster Kamp gegründet. Während des Truchsessischen Krieg im Jahr 1587 verließ der letzte Abt das Kloster und die Blütezeit der Zisterzienser am linken Niederrhein hatte vorerst ihr Ende gefunden.

Erst 1640 kamen die Zisterzienser zurück und bauten das Kloster wieder auf. In den folgenden Jahrzehnten entstanden die barocken Gebäude und die Terrassengartenanlage, die noch heute zu besichtigen sind. 1802 wurde das Kloster säkularisiert und die Mönche vertrieben. 1954 übernahmen Mönche des beschuhten Karmeliter Ordens das Kloster. 2003 mussten sie Kloster Kamp jedoch wegen Nachwuchsmangels aufgeben. Es gibt jedoch noch einen Mönch auf Kloster Kamp, der mit der Schaffung einer christlichen Begegnungsstätte betraut ist.

Ein besonderes Highlight ist der barocke Terrassengarten des Klosters, der aufwendig wiederhergerichtet wurde und seit 1990 der Öffentlichkeit zugänglich ist. Der Terrassengarten wurde als herausragendes Beispiel in die Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas aufgenommen.
 Bereits 1907 erfolgte der erste Spatenstich für die Zeche Friedrich Heinrich. Die Kohleförderung begann 1912. Der Bergbau lockte viele Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Region. Die Zahl der Einwohner stieg schnell – allein von 1910 bis 1939 von 3.000 auf über 23.000 Menschen. Neue Siedlungsgebiete entstanden. Derzeit hat Kamp-Lintfort knapp 40.000 Einwohner und ist somit die zweitgrößte Stadt meines Wahlkreises.

1934 entstand aus den Orten Kamp und Lintfort die Gemeinde Kamp-Lintfort. Bereits 16 Jahre später bekam Kamp-Lintfort die Stadtrechte verliehen. 2002 entstand aus den beiden linkrheinischen Schachtanlagen Friedrich Heinrich und Niederberg das Bergwerk West. Rund 3.500 Beschäftigte fördern rund 3,3 Millionen Tonnen Fett- und Esskohle im Jahr. Dem Auslaufen der subventionierten Steinkohleförderung bis spätestens zum Jahr 2018 muss die Region, aber auch das Land Nordrhein Westfalen sowie der Bund mit einer gezielten Förderung des Strukturwandels begegnen, damit neue wettbewerbsfähige Arbeitsplätze entstehen.
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