Wesel
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Wie heißt der Bürgermeister von Wesel? Kaum jemand, der die Antwort auf diese Frage nicht wüsste. Dem “wahren” Bürgermeister haben die Weseler sogar vor dem Berliner Tor ein Denkmal gesetzt. Wesel ist mit mehr als 61.000 Einwohnern die größte Stadt meines Wahlkreises. Die fünf Stadteile Bislich, Büderich, Flüren, Obrighoven und Wesel verteilen sich auf mehr als 120 km². Wesel hatte schon im Jahr 1241 die Stadtrechte verliehen bekommen, die Brauerei- und Marktrechte folgten alsbald.

Bereits im 13. Jahrhundert florierte der Handel, der im 14. Jahrhundert durch die Tuchherstellung weiter gesteigert werden konnte und der Stadt Wesel zu großem Wohlstand verhalf. Wesel wurde 1407 Mitglied der Hanse und damit zum wichtigen Umschlagplatz für Waren aus Westfalen und den Niederlanden. Im Jahr 1609 ging Wesel an die Kurfürsten von Brandenburg. Während des 80jährigen Krieges wurde die Stadt sowohl von spanischen, niederländischen als auch von französischen Truppen besetzt.

Am 12. August 1730 kam es auf der Festung Wesel zu einem folgeschweren Zusammentreffen zwischen Kronprinz Friedrich von Preußen und seinem Vater. Friedrich der Große, wie er später genannt wurde, hatte versucht vor seinem strengen Vater, dem Soldatenkönig, mit seinem Freund Katte nach England zu fliehen. Nur das beherzte Eingreifen des Kommandanten, Generalmajor v.d. Mosel, konnte verhindern, dass der Vater seinen Sohn eine Woche nach seinem gescheiterten Fluchtversuch in Wesel hinrichten ließ. Katte wurde später auf Geheiß des Soldatenkönigs enthauptet, Friedrich musste zuschauen.

1805 wurde Wesel französisch. 1809 wurden die 11 Schillschen Offiziere, die zusammen mit dem preußischen Major Ferdinand von Schill versucht hatten, sich gegen die französischen Besatzer aufzulehnen, auf einer Lippewiese hingerichtet. Seit 1835 erinnert ein nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel errichtetes Denkmal am Hinrichtungsort an die 11 Offiziere. Nachdem die Preußen die Herrschaft über den Niederrhein wiedergewonnen hatten, wurde Wesel zur Garnisonsstadt ausgebaut. Mit der Entmilitarisierung des Rheinlands nach dem ersten Weltkrieg endete vorerst die Zeit als Garnisonsstadt. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden wieder Truppen in Wesel stationiert. Im Februar 1945 wurde Wesel zu 97 Prozent zerstört und 1947 zum landwirtschaftlichen Notstandsgebiet erklärt. Der Wiederaufbau begann 1949 und wurde durch die Initiative des neu gegründeten Notstandswerks “Wesel hilft sich selbst” vorangetrieben. Seit 1975 ist Wesel Kreisstadt. Das Preußenmuseum NRW öffnete 1998 in der Zitadelle Wesel seine Tore.
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